Was ist Medi-Taping - eine Erklärung von Dr.med.Dieter SielmannEs gibt Dinge im Leben, die man erst einmal nicht verstehen kann. Ich darf mich vorstellen, mein Name ist Dr. med . Dieter Sielmann und seit Oktober 1986 bin ich als Facharzt für Allgemeinmedizin in 23843 Bad Oldesloe in selbständiger Landarztpraxis tätig.
Im Juli 2001 wurde ich von massivsten Rückenschmerzen geplagt. Nach erfolgloser Selbstbehandlung über Tage und Wochen konnte mir ein orthopädischer Facharzt leider auch nicht helfen. Erst als ich von einem Physiotherapeuten mit einem elastischen Tape behandelt wurde, waren nach wenigen Sekunden meine Rückenschmerzen wie weg geblasen. Nur endgradig hatte ich bei Drehbewegungen noch leichte Schmerzen. Ich verstand zwar diese schnelle Wirkung nicht, aber es faszinierte mich so sehr, dass ich den Grund für diese wahnsinnige Wirkung wissen wollte. Als Arzt lernt man wenig über die funktionelle Anatomie. Dass heißt, man weiß wenig über die einzelnen Muskeln und deren Funktionen. Das liegt hauptsächlich daran, dass die Ärzte sich immer mehr auf bildgebende Verfahren verlassen. Ich habe mehrere Jahre in der Chirurgie gearbeitet und kann mich noch gut daran erinnern, dass die Diagnosen häufig in der Röntgenbesprechung erstellt wurden. Schließlich sind auf Röntgenbilder Veränderungen, die auffällig erscheinen, also muss das der Grund für die Beschwerden sein. Als Arzt kannte ich aber auch schon vorher die Möglichkeit, dass Patienten Beschwerden hatten, aber keinerlei bildverändernde Auffälligkeiten bei der Untersuchung zeigten. So dachte ich, bis ich eines besseren belehrt wurde. Die Therapie, die mit den elastischen Bändern ausgeführt wird, heißt Kinesio-Taping und ist erstmalig 1970 von einem japanischen Chiropraktiker angewendet worden. Als 1999 ein hölländischer Fußballspieler, der bei Dortmund spielte, diese Methode nach Deutschland brachte, begeisterte er seine Physiotherapeuten in Dortmund damit. Über die Physiotherapeuten wurde diese Therapie langsam in Deutschland bekannt. Als ich diese Therapie anwendete, konnte ich meinen Augen nicht trauen, weil ich Krankheiten, vor allem Schmerzen mit Erfolg behandeln konnte, die man eigentlich gar nicht heilen kann. Patienten, die operiert werden sollten, wegen Bandscheibenvorfällen, Meniskusverletzungen, Entzündungen in der Schulter oder Ellenbogen, Fersensporn, Muskelabrisse, Nerveinklemmungen, Verschleißerscheinungen in den Knien und noch andere Erkrankungen, wurden erfolgreich mit diesen Tape behandelt, obwohl nach Aussage von Kollegen diese Erkrankungen nur operativ zu beherrschen seien. Dank meiner großen Landarztpraxis habe ich viele Möglichkeiten gehabt, diese Methode, die mir zwar viele schlaflose Nächte bereitete, intensiv auszuprobieren. Patienten mit Rückenschmerzen, die ich sonst mit Spritzen, Kurzwellen oder Medikamenten erst nach mehreren Behandlungen schmerzfrei hatte, waren nun von einer Sekunde auf die andere schon bei der ersten Behandlung schmerzfrei. Es behaupteten Patienten, die wegen Schulterschmerzen bei mir in Behandlung waren, dass diese nach drei Behandlungen verschwunden seien, dass aber gleichzeitig ihre Migräne, unter der sie seit über zwanzig Jahren litten nicht mehr zu beklagen sei.
Sicher habe ich mir einen Spass daraus gemacht, das Tape mal so mal so zu kleben und stellte fest, dass ich noch erfolgreicher wurde. Nach einem Jahr habe ich dann angefangen, auch anderen Therapeuten in dieser Kunst zu unterrichten. Ich lernte bei jedem Kurs dazu und konnte die Therapie immer wieder verbessern. Schon in meinem ersten Kurs war eine ganz wichtige Therapeutin aus Wettstetten dabei. Sie und ihrem Mann verdanke ich sehr viel. Durch sie bin ich vor allem auf die Energetik des Menschen aufmerksam gemacht worden. Sie haben auch die Methode entscheidend mit verändert. Sie ist heute soweit entwickelt, dass wir mit Stolz behaupten, mit der MEDI-TAPING-METHODE eine Erfolgsquote von gut 95% bei muskulären Erkrankungen zu haben.
Warum ist das Kinesio-Taping nur durch Zufall nach 29 Jahren nach Deutschland gekommen? Wenn ich bedenke, dass ich diese Therapie mit dem elastischen Band seit gut sechs Jahren anwende, dann fragt man sich, warum hat eine so erfolgreiche Therapie so lange gebraucht, bis sie nur durch einen Zufall nach Europa kam. Die Frage kann ich heute beantworten. Ich war mit dem Kinesio-Taping, was ich anfangs gelernt hatte zwar zufrieden, aber bei weitem nicht so erfolgreich wie heute. Es bedurfte schon sehr vieler Veränderungen und Erkenntnisse über diese Therapie, die der Erfinder nicht bedacht hat. Nur durch die Vielzahl der Patienten und der glücklichen Fügung, viele gute Therapeuten kennen zu lernen, war es möglich eine funktionierende Therapie zu entwickeln. Es mutet sich etwas komisch an, wenn die Mitbewerber von Kinesio-Taping damit werben, dass sie immer noch streng und original nach der Lehre ihres großen Vorbildes diese Therapie vermitteln. In der kurzen Zeit von 5 Jahren konnte ich weltweit erstmalig so viele Krankheiten mit dem MEDI-TAPING therapieren, bei denen man den Einsatz des Medi-Tapes nicht für möglich gehalten hätte. Wir können heute große Erfolge in der Behandlung des KISS-Syndroms, muskulären Tinnitus, Migräne, Fersensporn, Impingment-Syndrom, Skoliosebehandlung, MS-Erkrankungen, ALS-Erkrankungen, Zustand nach Apoplex, Warzen, Kieferfehlstellungen, Osteoporose, Kniearthrose, Restless legs, Dreimonatskoliken, Mobus Crohn, Prostatitis, Morbus Sudeck aber auch der Zosterbehandlungen erreichen.
Nachahmer sind auf dem Vormarsch Man kann mit dieser Therapie keinen verletzen, weil wir bis auf eine sehr seltene mögliche Allergie auf den Kleber oder die Farbe, keinerlei Nebenwirkung kennen. Es wird beobachtet, dass Therapeuten ihre Therapie Medical-Taping, Aku-Taping, Gesundheits-Tape oder Bewegungs-Tape nennen und dafür auch Kurse zum Erlernen anbieten. Meistens sind es Therapeuten, die eine Mannschaft betreuen und wenig Erfahrungen mit diesem Tape haben. Was unsere Therapie betrifft, so wird sie nicht nur in der Woche praktiziert, sondern auch bald jedes Wochenende zusätzlich. Ich unterrichte das MEDI-TAPING bald jedes Wochenende und in meinen Kursen sind kranke Patienten einfach Pflicht. Damit man sieht, dass es nicht nur graue Theorie ist, die ich unterrichte, sondern dass man wirklich so eine unglaublichen Erfolg damit habe.
Erfolg macht süchtig Ich werde häufig gefragt, warum ich dass alles mache? Ich habe vor Jahren starke Schmerzen gehabt, die mir durch das Taping genommen wurden. Ich habe es mir deshalb zur Aufgabe gemacht, diese erfolgreich Therapie bekannt zu machen. Ich bin der Überzeugung, dass die Mediziner viele falsche Dinge gelernt haben, die sie jeden Tag dazu verleiten, Menschen zu operieren, die nicht auf den OP-Tisch gehören. Es werden jeden Tag Patienten voller Medikamente gepumpt, weil nichts wirklich hilft, weil die Schmerztherapeuten den wahren Grund ihrer Beschwerden nicht erkannt haben. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass ich Schmerzpatienten begegne, die obendrein mit Psychopharmaka behandelt werden, weil man sonst nicht mit dem Krankheitsbild fertig wird. Das geht aber nur, weil Schmerzpatienten sich so stark verändern, weil der Grund ihrer Erkrankung nicht gefunden wurde. Hat man es dann mit solchen Patienten zu tun und man kann ihnen auf einfache Weise und in kürzester Zeit erfolgreich helfen und nicht nur für wenige Wochen, dann fühlt man sich als Therapeut so gut, dass man bestärkt wird, weiter mit der Therapie zu arbeiten. Dies ist das Gefühl, macht mich stark. Ich habe dadurch die Kraft, in der Woche meine Allgemeinarztpraxis mit Spass zu führen und am Wochenende diese Therapie anderen Therapeuten zu vermitteln. Ich sehe immer wieder, dass am Wochenende unter den Therapeuten viele chronisch Erkrankte sind, derapieren wir Patienten, die ebenfalls froh sind ohne Schmerzen nach der Behandlung leben zu können. Es macht süchtig, wenn Patienten mit verkniffenem Gesicht vor einem stehen und sich nach der Therapie ihr Gesicht zu einem Lächeln oder auch Lachen verändert. Was für ein Spass! Im Jahr 2007 war ich an 42 Wochenenden wegen Kursen und Vorträgen unterwegs. Dass ich nur eine Woche Urlaub hatte, war mir erst am Ende des Jahres aufgefallen. Glauben Sie mir, dass kann man nur, wenn man durch die Medi-Taping Therapie viel Kraft und Freude wieder bekommt.
Warum sich diese Therapie nicht wie ein Lauffeuer ausbreitet? Am Anfang meiner Tapetätigkeit war ich der Auffassung, dass sich diese Therapie rasend schnell ausbreiten würde. Ich merkte, dass die Menschen doch sehr voreingenommen reagierten. Dafür sprechen viele Gründe. Eine der Gründe ist sicherlich, dass es viele Therapien gibt, die viel versprechen, aber nicht halten. Die Patienten, die von den orthopädischen Kollegen mit Spritzen, Akupunktur oder sonstigen Therapien erfolglos behandelt wurden, trauen dieser völlig neuen Therapie nicht, weil sie zu einfach erscheint. Aber auch die ärztlichen Kollegen schütteln nur mit dem Kopf und meinen: „Wie soll ein Pflaster Schmerzen heilen?“. Heilpraktiker und vor allem Physiotherapeuten sind durch ihre Ausbildung viel eher bereit, diese Therapie zu zulassen, weil sie sich beruflich intensiver mit der Muskulatur aus einander gesetzt haben als die Ärzte. Bei den Ärzten kommen mehrere Dinge zusammen. Zum einen wird im Grundstudium zwar die Muskulatur und deren Verlauf gelernt, später in der Facharztausbildung wird sie aber sträflich vernachlässigt. Man orientiert sich hauptsächlich an bildgebenden Verfahren und benutzt diese für die Diagnosestellung. Einem Bild glaubt man eher, als dem Abtasten des Körpers auf muskuläre Schmerzen.
Es gibt Ansichten in der Medizin, die nicht mehr stimmen Es gibt aber auch noch einen Kardinalfehler in der Medizin. Es wird immer noch gelernt, dass das Kreuzdarmbein oder auch das ISG (Iliosakralgelenk) sich nicht bewegt. Somit kommt der Untersucher auch nicht auf die Idee, auf die Statik des Menschen, der Schmerzen hat, zu achten. Man kann es nicht laut genug sagen:“ EIN BLOCKIERTES ISG IST DER HÄUFIGSTE GRUND FÜR UNSERE SCHMERZEN “. Nochmals zur Wiederholung, weil es so wichtig ist: Es ist die Fehlstatik des Menschen und die daraus resultierende Fehlbelastung der Muskulatur, die am häufigsten Schmerzen verursacht. Es sind nicht die Knochen, die veränderten Gelenke oder Menisken oder sonstige Auffälligkeiten in den Röntgen-, CT- oder Kernspinnbildern, sondern die muskuläre Überlastung, die die Schmerzen bereiten.
Es gibt aber auch noch andere Gründe, warum sich diese Therapie, die doch so erfolgreich ist, nicht schnell ausbreitet. Es liegt auch viel an unserem Krankenkassensystem. Die Krankenkassen tragen keinerlei Verantwortung für ihr Tun. Es interessiert sie nicht, was der Arzt macht. Nur wenn er zu viel Medikamente verschreibt, schalten sie sich über die Kassenärztliche Vereinigung ein und droht mit Regressen. Wenn aber Ärzte gute Therapien mit großem Erfolg vorweisen, haben die Kassen kein Interesse daran.
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